Zukunft sichern - Abrüsten!

Kein Geld für die Rüstung

Jeder berufstätige Bundesbürger zahlt in seinem Leben 40 000 € für die Bundeswehr. Auf jeden Bürger, auch auf das Baby und den Hartz-IV- Empfänger, entfallen 350 € jährlich fürs Militär. Datenbasis: ca 25 Mrd € Verteidigungshaushalt der BRD in den Jahren 2000 - 2007.


To Do: Diese Zahlen aktualisieren! Aktuelle zahlen zur Entwicklung der Militärausgaben


Mehr Infos zu Rüstungsausgaben und Staatsverschuldung: Faltblatt: Da kriegst die Krise

 

 

 

 

 

 

 


Zur neuen Kampagne: Abrüsten statt Aufrüsten:

Liebe Kolleginnen und Kollegen

wir bitten Sie darum den Aufruf “abrüsten statt aufrüsten” zu unterstützen und weiter zu verbreiten!

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). So wurde es 2014 auf dem NATO-Gipfel in Wales beschlossen.
Seit mehreren Jahren steigen die Verteidigungsausgaben kontinuierlich an. 2017 wurden bereits 37 Milliarden Euro in den Verteidigungshaushalt gesteckt, damit stellt er den zweit größten Posten im Bundeshaushalt dar. 37 Milliarden Euro sind nur 1,2 % des deutschen BIPs. Eine Erhöhung der Ausgaben auf zwei Prozent des stetig wachsenden BIPs könnten bis zu 30 Milliarden Euro mehr bedeuten. Deutschland wäre dann auf gleicher Ebene wie Russland, was die Verteidigungsausgaben angeht.
30 Milliarden Euro mehr für den Verteidigungshaushalt sind auch 30 Milliarden weniger, die in Soziales investiert werden können und dass trotz der stetig wachsenden Ungleichheit und Armut in Deutschland.
Die kaum beschriebene internationale Politik der neuen Regierung ist eine Kriegspolitik. Es sollen mehr SoldatInnen nach Afghanistan und nach Mali und eine Killerdrohne soll für Europa angeschafft werden. Das geplante zwei Prozent Ziel und die damit verbundenen Rüstungsmilliarden wurden nicht einmal namentlich erwähnt in den Koalitionsvereinbarungen.
Es findet eine schleichende Militarisierung der Außenpolitik statt, obwohl die meisten Deutschen gegen weitere Aufrüstung sind. Wir brauchen eine friedliche, konfliktpräventive Außenpolitik, nicht einen weiteren Rüstungswettlauf. Eine andere Politik muss her!

Aus diesem Grund hat sich der Aufruf “abrüsten statt aufrüsten” im November 2017 gegründet. Wir möchten eine deutschlandweite Bürgerbewegung schaffen, die sich gegen weiteres Aufrüsten und gegen weitere Eskalationspolitik stellt.
Es ist uns gelungen ein außergewöhnliches Bündnis aus WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, AutorInnen, parteiübergreifenden PolitikerInnen, Friedensbewegungen und ganz vielen anderen zu schaffen. Sie alle sind der Meinung: “Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben - Abrüsten ist das Gebot der Stunde!” Diesen Aufruf, getragen von diesem breiten Bündnis der Gesellschaft wollen wir an die neue Bundesregierung weiterreichen. Die Unterschriften Aktion wird bis zu den Haushaltsverhandlungen im Herbst diesen Jahres fortgesetzt.

Im Moment haben wir über 20.000 Unterschriften, Tendenz steigend. Doch 20.000 Unterschriften gegen Aufrüstung und für Frieden sind weder genug, noch spiegeln sie den eigentlichen Abrüstungskonsens der Deutschen wieder. Daher bitten wir Sie, sich unserem Aufruf anzuschließen und ihn in Ihrer Organisation und in Ihrem Netzwerk zu verbreiten.
Sie können den Aufruf auf unserer Webseite (www.abruesten.jetzt) unterschreiben, oder Unterschriftenlisten ausdrucken und wieder an uns zurückleiten. Des Weiteren können Sie unsere Zeitung bestellen (über die Webseite oder per E-Mail an: info@abruesten.jetzt ) und diese verteilen oder auslegen.
Vernetzen Sie sich mit uns über Twitter (@abruesten_jetzt) oder Facebook (facebook.com/abruesten/)!

Helfen Sie uns den Abrüstungswillen der Deutschen sichtbar zu machen und noch mehr Leute zu erreichen.
Nur mit gegenseitiger Mithilfe kann der Rüstungswahnsinn gestoppt werden und zu einer auf Frieden ausgerichteten Politik zurück gefunden werden.

Mit friedlichen Grüßen, Reiner Braun


Militärausgaben der Bundesrepublik Deutschland

To Do: Zahlen aktualisieren

Wie viel Geld investiert Deutschland in Rüstung und Militär?

In den letzten Jahren (2000 bis 2011) flossen durchschnittlich 28 Mrd. EUR pro Jahr
 in den Militärhaushalt der Bundesrepublik, das sind rund 10% der jährlichen
Gesamtausgaben. Dazu kommen Mittel aus anderen Haushalten, die nicht als
Militärausgaben in Erscheinung treten und der sogenannte Schuldendienst,
die Zinsen für die Kredite der Bundesrepublik.

Wie viel Geld investiert Deutschland in zivile Konfliktlösung?

Für den zivilen Friedensdienst (aus dem Aktionsplan der Bundesregierung 2004
der Maßnahmen zur Konfliktlösung ohne Gewalt, z.B. Aufbau verlässlicher
staatlicher Strukturen, Sicherung von Lebensgrundlagen in Krisenregionen,
Förderung der Zivilgesellschaft enthält) gab die Bundesrepublik im Schnitt nur
720 Mio. EUR aus, das sind 2,3% des Militärhaushalts von 28,3 Mrd. EUR.

Wer finanziert das?

Wenn man die mittleren Steuerausgaben für Rüstung und Militär von rund
28,3 Milliarden EUR zuzüglich anteiligen Schuldendienst von 3,7 Milliarden EUR
auf die 82 Mio. Einwohner der Bundesrepublik Deutschland (alle eingeschlossen,
Babys, Schüler, Erwerbslose, Berufstätige, Rentner etc.) zu gleichen Teilen verteilt,
hat in den letzten Jahren jeder Bürger durchschnittlich 400 EUR pro Jahr für
Militärausgaben geleistet. Und wenn man’s hochrechnet:
Jeder Bundesbürger bezahlt im Lauf seines Lebens (bei einer Lebenserwartung
von 78 Jahren) aktuell rund 30.000 EUR für Rüstung und Militär.

Aus welchen Steuern kommt das Geld?

Aus indirekten Steuern (Mehrwert- Strom- Mineralölsteuer etc.) kommen rund 58%, aus direkten Steuern
(Lohn- und Einkommensteuern, Solidaritätszuschlag etc.) nur noch 42% in den Militärhaushalt.
Wenn Sie also nicht berufstätig sind, haben Sie persönliche Militärausgaben von rund 17.500 EUR in Ihrem Leben -
durch die Mehrwertsteuer, die Verbrauchssteuern und andere indirekte Steuern. Wenn Sie arbeiten, leisten Sie
jetzt schon mehr als 44.000 EUR für das Militär mit Ihren direkten und indirekten Steuern. Tendenz steigend.

Aber wir brauchen doch eine Verteidigung?

Weltweit werden heute jeden Tag 3,1 Milliarden EUR für Militär, Rüstung und Kriege ausgegeben (SIPRI).
Weltweit sterben gleichzeitig jeden Tag 24.000 Menschen an Hunger (Welternährungsorganisation FAO).
Wenn die Flüchtlinge zu uns kommen, bezeichnen wir sie als Wirtschaftsflüchtlinge. Wir meinen damit,
dass sie ohne etwas zu leisten an unserem Wohlstand teilhaben wollen und weisen sie ab.
Wenn wir ihre Rohstoffe oder Verkehrswege für uns beanspruchen, marschieren wir ein und sagen dann
„Wir sorgen für Demokratie und Frauenrechte“ oder „Deutschlands Sicherheit wird am Hindukusch verteidigt“.

Sind Sie damit einverstanden?

   

Mehr Infos: www.Friedenssteuer.de

 

Aktuelle Übersicht Rüstungshaushalt der BRD, IMI-Fact-Sheet

Zukunft Sichern - Abrüsten ist eine Initiative der DFG-VK Landesverband Bayern
Grundsatzerklärung der DFG-VK:
"Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen
und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten."