Zukunft sichern - Abrüsten!
Hier gibt es Informationen zu Kampagnen und Aktionen,
die sich mit Einzelerscheinungen des Militärsystems beschäftigen. Zukunft Sichern - Abrüsten will diese verbinden mit dem Ziel der allgemeinen Abrüstung.
 

 

 

Ansage Aktionstag Ukraine thrö 19.11.2022

Unser Motto heute:                                      

Stoppt das Töten in der Ukraine! Vorfahrt für den Frieden

Es gibt keinen gerechten Krieg!

Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in die Ukraine!

Wir protestieren gegen die imperialistische und militaristische Großmachtpolitik des russischen Präsidenten!

Russland muss alle Truppen zurückziehen.

Alle Kriegsparteien müssen einen Waffenstillstand vereinbaren und über eine politische Lösung verhandeln.

Es ist wohlfeil den Rückzug der russischen Truppen zu fordern, wir wissen genau dass sie das nicht tun werden.

Aber Deutschland kann dazu beitragen, den Krieg zu beenden, daher wenden wir uns an Regierung und Parlament der BRD.

Deutschland ist Kriegspartei!

Denn Deutschland liefert Waffen, bildet Soldaten aus und finanziert die Kriegführung der Ukraine. Dadurch werden Deutschland und die NATO schrittweise zu direkten Kriegsgegnern der atomar bewaffneten russischen Armee. So kann der derzeit noch begrenzte Krieg zu einem Krieg zwischen der NATO und Russland eskalieren, mit der großen Gefahr, in einem Dritten Weltkrieg mit Atomwaffen zu enden.

Gegen Maßnahmen zur Verlängerung des Krieges

Wir wenden uns gegen die Lieferung von Waffen an die Ukraine! Wer Waffen liefert, verlängert den Krieg und vergrößert das Leiden der Menschen.

Aber die Ukraine ist angegriffen worden, Russland ist der Aggressor, die Ukraine darf sich verteidigen und muss sich verteidigen. Das ist wohl die Mehrheitsmeinung

Ist der Verteidigungskrieg ein gerechter Krieg?

Was soll der gerechte Krieg, wenn auch im Falle eines militärischen Sieges, alles kaputt ist?

meine  D und H, jetzt sehen wir Woche für Woche und Monat für Monat, was Krieg bedeutet. Der Verteidigungskrieg führt zur Zerstörung des Landes, das militärisch verteidigt wird. Ich verstehe natürlich den Wunsch, die Heimat gegen den russischen Angreifer zu verteidigen. Aber wer eine Stadt militärisch verteidigen will, nimmt in Kauf, dass sie zerstört wird.

Wer eine Stadt erobern will, muß die Verteidiger herausbomben, so geschehen in Falludja, Aleppo, Mossul, Grosny… Oder, wie im zweiten Weltkrieg, denken Sie an die Bilder von Stalingrad 1943 oder Berlin 1945.

Der Versuch der Rückeroberung wird weitere Zerstörungen verursachen und weitere Opfer fordern. Was bedeutet die Verteidigung der Freiheit und der Souveränität, wenn nachher alles kaputt ist? Und Hunderttausende getötet. Die Freiheit bedeutet dann, eine Generation lang für den Wiederaufbau zu schuften.

Aber - Auch der Endsieg wäre eine Katastrophe für die Ukraine!

Ziviler Widerstand

Nach unserer Meinung sollte der militärische Widerstand beendet und die Souveränität der Ukraine mit politischen, zivilen und gewaltfreien Mitteln verteidigt werden. Das schützt die Bevölkerung in der Ukraine und verhindert die weitere Zerstörung von Städten und der Infrastruktur.

Wir meinen, die Freiheit und Souveränität läßt sich nur gewaltfrei verteidigen.

Ein Waffenstillstand ist überfällig, und ein Waffenstillstand ist möglich!

Vor einer Woche ging eine Meldung durch die Medien… sinngemäß: Der Stabschef der US-Streitkräfte, General Mark Milley, sprach sich für Verhandlungen über einen Waffenstillstand aus. Er warnte vor einem Szenario wie im ersten Weltkrieg, mit jahrelangen Grabenkämpfen, die keine strategische Entscheidung brachten, aber Millionen Soldaten das Leben kosteten. Er sagte, beide Kriegsparteien hätten jeweils 100 000 Soldaten durch Tod oder Verwundung verloren, dazu kämen 40 000 getötete ukrainische Zivilisten.

 

Er sagt damit auch, dass man militärisch nichts mehr erreichen wird und die derzeitige Pattsituation akzeptieren muss. D.h. akzeptieren dass die Grenzen der Ukraine jetzt neu definiert werden – seis auf dem Schlachtfeld, seis in künftigen Verhandlungen.

Erstaunlich, dieser General ist realistischer und menschlicher als die Ampelkoalition in Berlin. Deren Parole ist nach wie vor „Sieg“ statt Waffenstillstand und Verhandlungen.

Diese zitierte Stellungnahme macht aber auch offensichtlich, dass die USA Kriegspartei sind.

Wir, Deutschland, die NATO, und deren Führungsmacht USA sind Teil des Konflikts. Viel ist darüber schon geschrieben worden. Wer einen Konflikt untersucht wird auch eine Vorgeschichte finden. Einen Konflikt verstehen wollen, heißt nicht, die militärische Aggression zu rechtfertigen. Wer einen Konflikt verstehen will, muss auch die Position des angeblichen Feindes kennen.

Die Ost-Expansion der NATO ist eine wesentliche Ursache für diesen Krieg, und dafür und dadurch sind wir mitverantwortlich. 

Die NATO Regierungen hätten vor ca. 10 Jahren sagen können, wir sind in der überlegenen Position, alle osteuropäischen Länder sind jetzt in der NATO, Russland kann uns nicht gefährlich werden. Die Ukraine bleibt neutral, damit können wir gut leben. Aber die USA haben in den Folgejahren die Ukraine aufgerüstet, Hunderte Millionen Dollar Militärhilfe reingepumpt, und die Ukraine so nebenbei und heimlich zum NATO-Partner aufgebaut. So dass der ukrainische Präsident Selenskiy neulich gesagt hat: Faktisch sind wir ja schon in der NATO.

 

Wir hatten leider keine Gelegenheit zu diskutieren ob wir das wollen und ob das gut ist für unsere Sicherheit.

Die weitere wesentliche Ursache für den Krieg ist der Konflikt zwischen den ukrainischen und den russischen Bevölkerungsteilen in der Ukraine, darauf kann ich hier und jetzt nicht eingehen.

Bleiben wir bei dem was uns betrifft: Die russische Sichtweise ist: Wir dürfen nicht zulassen, dass die Ukraine in die NATO kommt und damit der Militärapparat der NATO direkt an die russische Grenze rückt. Und die Gefahr, dass dort auch Atomwaffen stationiert werden.

Es ist ziemlich ignorant und arrogant, diese russischen Sicherheitsbedenken zu ignorieren.

Jetzt sind wir im Krieg mit einer atomar bewaffneten Großmacht. Momentan scheint die Abschreckung noch zu funktionieren. Doch wenn Russland verliert, und sich existenziell bedroht fühlt, können sie natürlich Atomwaffen einsetzen. Um die Nachschubwege zu zerstören, über die schwere Waffen und Munition an die Front geliefert werden. Und warum nicht z.B. gegen die Ramstein Air-Base, der Luft-waffenstützpunkt der USA, über den der Materialtransport läuft.

Ich bin entsetzt, wie leichtfertig jetzt Leute über den Atomkrieg reden, die offenbar nicht kapieren, was das bedeutet. Auch ein begrenzter Atomkrieg, begrenzt auf die Ukraine oder Mitteleuropa, wäre eine Katastrophe für uns.

Im Atomkrieg gibt es nur Verlierer

 

Wir alle sind die Verlierer - - Jetzt schon!

Wir alle zahlen für den Krieg- die Menschen in der Ukraine allerdings mit dem Leben. Aber wir finanzieren den Krieg, wir zahlen für den Krieg, ob wir wollen oder nicht. Wir zahlen doppelte und dreifache Preise für Strom und Gas. Wir zahlen über die Mehrwertsteuer, ob wir wollen oder nicht. Und der Wumms und der Doppelwumms wird letztlich vom Steuerzahler und Verbraucher finanziert

Wir wenden uns gegen Sanktionen, die die deutsche Wirtschaft schädigen, den Staatshaushalt zerrütten und die Inflation antreiben.

Die Sanktionen haben keine Auswirkungen auf die Fähigkeit zur Kriegsführung der russischen Armee. Sie werden aber die russische Wirtschaft massiv schädigen und die Masse der werktätigen Bevölkerung in Russland in Armut stürzen, die die Kriegspolitik von Präsident Putin nicht verhindern können.

An dieser Stelle will ich auch ganz klar sagen: Wir erklären uns solidarisch mit allen BürgerInnen in Russland und der Ukraine, die friedlich gegen den Krieg ihrer Regierungen protestieren, und die sich dem Krieg durch Verweigerung entziehen wollen.

Wir wenden uns gegen ein Energieembargo, das in der Konsequenz die ökologischen Kosten unserer Energieversorgung erhöht (Fracking, Verflüssigung von Gas, Transport über die Ozeane), und von dem nur eine Handvoll multinationaler Energiekonzerne und die Oligarchen in den USA profitieren.

Gegen Aufrüstung und Eskalation

Wir wenden uns gegen das 100-Milliarden-Euro-Waffenprogramm der BRD und die Erhöhung der Rüstungsausgaben. Wir bräuchten ein 100-Milliarden-Programm zur Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung. Weitere Aufrüstung wird den Konflikt mit Russland nicht lösen, sondern nur die Konfrontation verschärfen und zu einem weiteren Krieg mit Russland führen.

 

Für neue Entspannungspolitik

Wir treten ein für eine neue Entspannungspolitik, die die Sicherheitsinteressen aller Staaten berücksichtigt. Wir treten ein für eine Friedenskonferenz im Rahmen der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Wir wollen Abrüstung statt Aufrüstung!

Stoppt das Töten in der Ukraine!

Derzeit ist die Ampel auf Krieg geschaltet –

lasst uns die Ampel umschalten auf Frieden!

 

Nur gemeinsam kann die Menschheit in Frieden überleben.

 

 


Sicherheit neu denken - von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

ein kompletter Umstieg von der militärischen zu ziviler Sicherheitspolitik ist möglich – das zeigt ein entsprechendes Szenario der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Das Szenario lädt dazu ein, eine Zukunft zu denken, in der wir pro Jahr 70 Mrd. Euro in die zivile Krisenprävention anstatt in die Bundeswehr investieren. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte Instrumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion. So könnte die OSZE zur polizeilichen Sicherheitsorganisation für Europa ausgebaut und die Bundeswehr komplett zum Technischen Hilfswerk transformiert werden. www.sicherheitneudenken.de

Eine Einführung in das Konzept "Sicherheit neu denken" sowie eine dikritische Diskussion von drei Teilbereichen war Gegenstand der letzten Internationalen Münchner Friedenskonferenz


 
Kampagne gegen Kampfdrohnen
Ohne Vorwarnung, heimtückisch und aus dem Hinterhalt werden Raketen von unbemannten Kampfdrohnen abgefeuert, um angebliche Terroristen töten. In Afghanistan, Pakistan, Jemen und anderswo wurden mindestens 6000 Menschen getötet (2002 - 2015)
 
Auch die Bundeswehr wird solche Waffen aus europäischer Produktion beschaffen. Daher gibt es aus der Friedensbewegung einen Apell gegen Kampfdrohnen.
Mehr Infos: www.drohnen-kampagne.de
Unterschriftenliste zum Ausdrucken
Postkarte zum Verteilen, Ausfüllen, Einsenden
Es gibt einen Newsletter mit einer Fülle von Infos zur aktuellen Diskussion und Aktivitäten gegen Drohnen, er kann direkt abonniert werden unter:
https://info.dfg-vk.de/listinfo/drohnen-info
Ergebnisse der Koalitionsgespräche zum Themenbereich Drohnen/Kampfdrohnen wurden veröffentlicht. Dazu eine Stellungnahme der AG Friedensforschung:  "Kein Kompromiss, sondern Beschiss":
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Drohnen/koalition-baf.html
 

 

Kampagnen und Initiativen:

 

www.bundeswehrabschaffen.de

www.atomwaffenfrei.de

http://www.20millionen-mehr-vom-militaer.de/

www.aufschrei-waffenhandel.de

www.soziale-verteidigung.de

www.netzwerk-friedenssteuer.de

 

Zukunft Sichern - Abrüsten ist eine Initiative der DFG-VK Landesverband Bayern
Grundsatzerklärung der DFG-VK:
"Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen
und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten."